Interner WT – Fortgeschrittene Klasse 

Wenn an einem Samstag morgens um 5:00 Uhr der Wecker klingelt, dann stellt man sich schon die Frage, wieso man sich diesen Freizeitstress eigentlich antut. Als ich schließlich um 7:00 Uhr alles ins Auto packte und wir uns auf den Weg nach Höchen machten, ahnte ich noch nicht, dass sich das frühe Aufstehen heute so lohnen würde.

Ums Ausprobieren sollte es heute gehen, darum, mal in die F reinzuschnuppern um zu wissen, was uns dann irgendwann vielleicht mal erwartet. Mit diesem Vorsatz ging es schließlich gegen 9:00 Uhr mit der Startnummer 8 ins Gelände und wir bezogen mit den anderen F-Startern die erste Wartezone. Dass Rhydian sich zum ersten Mal auf einem WT soweit entspannen konnte, dass er sich – wenn auch immer nur sehr kurzweilig – auf die Seite legte, machte mir ein kleines bisschen Mut. Zumindest bis ich hörte, was in den ersten beiden Aufgaben erwartet wurde. Es fehlte nicht unbedingt an Vertrauen in meinen Hund, schlimmer war das Wissen, dass der arme Kerl das ganze ja mit mir durchstehen musste. 

Und dann fanden wir uns plötzlich bei der ersten Aufgabe wieder und Rhydian zeigte mir, dass er inzwischen mit mir ganz gut umgehen kann. Jedes geforderte Dummy wurde geholt, der Toller blieb bei den Zweier- und Dreieraufgaben absolut ruhig und saß sogar inmitten eines Ameisen-Auflaufes bombenfest als es gefordert war – und dort hatte selbst ich Mühe einfach ruhig stehen zu bleiben während es um einen herum krabbelte. 

Aus allen Aufgaben ohne eine 0 herauszukommen war schon mehr, als ich mir überhaupt erwartet hatte und dass wir dann den 2. Platz belegten konnte ich kaum glauben. 

Letzten Endes sogar noch das Judges Choice für die Klasse F zu erhalten freute mich allerdings am allermeisten.

Ein großes Dankeschön an das Orga-Team, das diese tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt hat. Der angekündigten Hitze – die sich im Laufe des Tages auch einstellte – wurde mit perfekter Wasserversorgung im Gelände getrotzt. Auch ein Dankeschön an die Helfer, ohne die so ein WT gar nicht möglich wäre und natürlich an die Richter, die uns vor anspruchsvolle Aufgaben gestellt und fair bewertet haben. 

Es war ein toller Tag mit lieben Mitstreitern und guter Stimmung, der jedem Teilnehmer die Chance gab zu sehen, wo man denn selbst mit dem Training steht. 

Steffi Bader mit Alaric vom Waldschwaigsee (Rhydian)

 

 

Written by Michèle Waßmuth

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